ALTDORF – Zwischen der Stadt Altdorf und der Stadt Schowkwa im Westen der Ukraine besteht seit 2023 eine Solidarpartnerschaft.
Aus diesem Grund hat der Partnerschaftsverein Altdorf e.V., der VdK Ortsverband Altdorf und
die Stadt Altdorf gemeinsam ein Benefizkonzert organisiert, dessen Erlös für die Neugestaltung eines Begegnungstreffs
für Kinder, Jugendliche und Senioren im Volkshaus verwendet wird, wo u.a. Musikprojekte mit
kranken Kindern und Kriegsgeschädigten stattfinden.

Altdorfs dritter Bürgermeister Thomas Dietz begrüßte in Vertretung des ersten Bürgermeisters Martin Tabor
zur Eröffnung die Gäste aus der Ukraine, den zweiten Bürgermeister Horst Topp, Altbürgermeister Erich
Odörfer sowie zahlreiche Stadt- und Kreisräte und das Publikum in der sehr gut gefüllten Laurentiuskirche.
Dietz erläuterte die enge Verbindung der beiden Städte: „Die Partnerschaft zwischen Altdorf und Schowkwa
hat sich in Zeiten wie diesen als besonders wertvoll erwiesen. Sie zeigt uns, wie wichtig menschliche Nähe,
gegenseitige Unterstützung und gelebte Solidarität sind – über Grenzen hinweg. Dieses Konzert ist dafür ein
wunderbares Beispiel: Wir kommen zusammen, um zuzuhören, um Anteil zu nehmen, um einander beizustehen,
zu helfen und um Frieden zu erbitten“, so Dietz.

Er präsentierte außerdem zwei mitgebrachte Kunstwerke, die von schwer verwundeten ukrainischen Soldaten
im Rahmen eines Kunsttherapie-Programms angefertigt wurden und nach der Veranstaltung zugunsten jenes
Traumabewältigungsprogramms an großzügige Spender verkauft werden konnten.

Der eigens mit Stadtrat Pavlo Koshuta und Dolmetscher Roman Ruwinski aus der Ukraine angereiste Bürgermeister
von Schowkwa, Oleg Volskyi, bedankte sich im Anschluss für die Einladung, die Unterstützung und
auch für die Freundschaft, die inzwischen zu Martin Tabor und anderen Altdorfern entstanden ist. Volskyi
berichtete mit bewegenden Worten und Bildern vom aktuellen Leben in der Ukraine im Kriegszustand mit
häufigen Stromausfällen sowie gefallenen und vermissten Soldaten aus Schowkwa.

Das zwölfköpfige Musikensemble „Zgharda“ aus der 14.000-Einwohner-Stadt eröffnete unter der Leitung von
Uliana Rozhkova das eigentliche Konzert mit traditionellen A-Cappella-Stücken und das Repertoire erwies
sich im Laufe des Abends als ausgesprochen abwechslungsreich, charmant und kurzweilig. Volkstümliche
Chorstücke wechselten sich ab mit klassischem Soprangesang, Swingnummern und auch zeitgenössischen
Kompositionen. Begleitet wurden die sechs in traditionelle Kostümen gekleidete Sängerinnen von Piano,
Cello, Violine, Akkordeon, Gitarre, Flöte, Percussions und zuweilen sogar zusätzlichen Beats vom Playback.
Während die Sängerinnen das Konzert durch Tanzeinlagen auflockerten, beeindruckten die drei Herren des
Ensembles bei ihren Trio-Einlagen mit kräftigen Stimmen und perfektem Harmoniegesang.

Nach der Pause gaben Gastgeber und Pfarrer Bernd Popp von der evangelischen Kirchengemeinde und sein
katholischer Amtskollege Dominik Pillmayer mit einfühlsamen und hoffnungsvollen Worten der Veranstaltung
einen besinnlichen Charakter und luden die Zuhörer zu einem gemeinsamen Friedensgebet ein.
Das Konzert, das als Zeichen der Verbundenheit, des Mutes, der Zuversicht und der Hoffnung gedacht war,
begeisterte das Publikum und nach einer Zugabe bedankten sich die Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins,
Walter Hruby, sowie des VdK-Ortsverbands, Johann Kunz, mit kleinen Präsenten beim Ensemble.

Text und Fotos: Marko Bittner/Kulturamt

Zgharda-Altdorf-2025-4-FOTO-Marko-BittnerZgharda-Altdorf-2025-1-FOTO-Marko-Bittner1Zgharda-Altdorf-2025-1-FOTO-Marko-Bittner